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WANDEL DES WELTBILDES

Fliegt die Kanonenkugel zurück?
Die Wissenschaftsgeschichte zeigt, wie sich die Menschheit seit den frühsten Zeiten über das Leben und die Naturkräfte gewundert hat.

Es ist gleichzeitig auch die Geschichte die erzählt, wie wissenschaftliche Entdeckungen unser Selbstverständnis und das Verstehen des Universums beeinflußt haben.

Zwei zentrale Revolutionen unserer Weltanschauung sind 1): die Erkenntnis des Altertums, dass die Erde eine Kugel ist und nicht flach; 2): die Erkenntnis der Renaissance, dass diese Kugel nicht der Mittelpunkt des Universums ist, sondern ein Planet, der die Sonne umkreist, wie auch die anderen Planeten.

Seitdem ist es sogar klar geworden, daß die Sonne nur ein verhältnismäßig kleiner Stern am Rande einer Galaxie, die Milchstrasse, ist. Diese Entwicklung kann das wachsende Interesse an der Einzelperson seit der Renaissance erklären.

Die Geschichte der exakten Wissenschaften kann uns auch eine Idee davon geben, wie unser Wissen um die Natur während der letzten Jahrhunderte so umfassend geworden ist, dass es in steigendem Masse in neuen Techniken direkt verwendbar ist.


Von Stonehenge bis zur Atombombe

Abwägen des Weltbildes
Die Ausstellung der exakten Wissenschaften im Steno Museum enthält zwei Abteilungen: Eine chronologische und eine thematische.

Der chronologische Teil gibt einen Überblick über die Entwicklung der exakten Wissenschaften vom Altertum bis zur wissenschaftlichen Revolution.

Besonders hervorgehoben ist die Entwicklung der Kosmologie. Diese Geschichte beginnt mit der Astronomie des Steinzeitalters, wie z.B. Stonehenge, gefolgt von einer Übersicht der ägyptischen, mesopotamischen und griechischen Astronomie und Mathematik.

Nach der Ausstellung der vielen mittelalterlichen Wissenschaften folgt eine Darstellung von Copernicus, Tycho Brahe, Galileo und Kepler, der sich auf den Übergang vom geozentrischen zum heliozentrischen Weltbild gewidmet hat.

Schließlich werden Beispiele vom Durchbruch der experimentellen Physik im siebzehnten Jahrhundert gegeben.



Das Merz Teleskop
Der thematische Teil umfasst Themen wie Astronomie, Landmessung, Optik, Elektromagnetismus, Atom- und Kernphysik, Radio, Rechenmaschinen und Chemie.

Die Ausstellung umfaßt eine Anzahl von geodätischen und kleineren astronomischen Instrumenten, sowie einige sehr große Teleskope von etwa aus der Zeit um 1860.

Als Teil der Darstellung der Geschichte des Elektromagnetismus ist es möglich für den Besucher, einige der Experimente Ørsteds, Ampères' und Faradays selbst durchzuführen. Mann kann auch eine Nachricht über ein altes Morsegerät senden.

In der Abteilung der Atomphysik sind Spektren sowie Proben fast aller Grundstoffe ausgestellt. Hier gibt es auch eine Nebelkammer, die es ermöglicht, die sonst unsichtbare Hintergrundstrahlung wahrzunehmen.

In der Radiotechnikabteilung wird unter anderem dargestellt, wie der Transistor die Elektronik revolutioniert hat. Unter den ausgestellten Rechnern befindet sich einer der ältesten Computer, die in Dänemark in den fünfziger Jahren hergestellt wurde.



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